Donnerstag, 29. Mai 2014

Arabesque Lidschatten, 250 Steingrau matt

Hallo meine Lieben,
ich möchte euch heute einen Lidschatten von Arabesque vorstellen. Die ganze Marke erinnert in ihrer Machart sehr an Artdeco und auch preislich sind sie sich ähnlich. Von PinkMelon wurde mir die Farbe 250 Steingrau matt zur Verfügung gestellt.


Preis: 5,80€

Der Lidschatten befindet sich in einem kleinen viereckigen Pfännchen. Den transparenten Deckel kann man zur Seite schieben und auf der Rückseite befindet sich ein Magnet, um ihn in Paletten zu befestigen. Alles in allem gefällt mir die Verpackung ganz gut. Man muss nur aufpassen, dass man ihn als Sololidschatten nicht verliert, denn er ist wirklich ziemlich klein.


Bei der Farbe handelt es sich um ein helles Taupe, oder wie im Namen beschrieben ein mattes Steingrau.
Die Pigmentierung ist ganz gut, allerdings ist die Farbe selbst relativ hell, weshalb er eher dezent rüberkommt. Das Ergebnis gefällt mir trotzdem, da der Lidschatten das Auge irgendwie ebenmäßiger und tiefer wirken lässt.



Der Auftrag gelingt auch problemlos und man kann super mit dem Lidchatten arbeiten. Er ist nicht zu fest gepresst, bröselt aber auch nicht.

Fazit:
Die Farbe gefällt mir, auch wenn sie eher dezent daher kommt. Man kann sie solo oder kombiniert tragen und dabei von natürlich bis auffallend alles ausprobieren. Von mir gibt’s einen Daumen nach oben.

Was haltet ihr von der Farbe?
Mögt ihr Taupe auf den Lidern?


Eure Tina

Sonntag, 18. Mai 2014

NOTD | Sommerlaune bei grauem Wetter


Hallo meine Lieben,
bei diesem grauen Wetter hatte ich mal wieder Lust auf ein bissen knallige Farbe für die Nägel. Ich fand auch endlich mal wieder Zeit für ein kleines Nageldesign, was super einfach ist und auch für Anfänger machbar sein sollte.

Als Basisfarbe habe ich den Nagellack 26 Raspberryfields Forever von Catrice gewählt, da das ein richtig schönes Himbeerrot ist, was gleich ein bisschen Sommerstimmung mitbringt.
Für den Akzentnagel habe ich einfach einen schwarzen Lack aufgetragen und mit Zahnstochern, Haarnadel, usw. Punkte in verschiedenen Farben und Größen darauf verteilt. Auch ein bisschen Glitzer durfte natürlich nicht fehlen.

Inklusive Trockenzeit hat das ca. 40 Minuten für beide Hände gedauert, was doch relativ kurz ist. (Zu mindestens für meine Verhältnisse ;D)




Wie gefällt euch das Design?

Eure Tina

Freitag, 9. Mai 2014

Umgang mit Homosexualität | Interview

Hallo meine Lieben,
bei uns in Sachsen ist es üblich, dass man in der 11. Klasse eine Komplexe Leistung verteidigt. Das Thema inklusive betreuendem Lehrer sollte aber schon am Ende der 10. Klasse feststehen, was bedeutet, dass wir vor einigen Wochen unsere Vorschläge eingereicht haben.
Ursprünglich sollte meine Arbeit von dem Umgang mit Homosexualität in unserer Gesellschaft handeln. Allerdings wurde dieser Wunsch mit verschiedenen Begründungen abgelehnt, wodurch ich das Gefühl bekommen habe, dass sich keiner der Lehrer überhaupt damit auseinandersetzen wollte. Ich finde das Thema aber nach wie vor sehr interessant und da ich bereits ein Interview mit Tommy geführt habe, möchte ich es wenigstens hier veröffentlichen.

Tommy ist übrigens ein wahnsinnig lustiger und sympathischer Mensch, bei dem ihr auf jeden Fall mal vorbeischauen solltet:



Wie alt bist du?
Ich bin 23 Jahre alt.

Bist du in einer Beziehung?
Ja, seit 4 Jahren.

Wann hast du gemerkt, dass du schwul bist?
Das ist schwer zu sagen. Die ersten Gedanken ans gleiche Geschlecht kamen mit 13. Lange hab ich es mir nicht eingestanden und mich nicht getraut mich zu akzeptieren. Mit 17 war ich dann soweit, dass ich 100% Bescheid wusste und 100% dahinter stand.

Wie war diese Zeit für dich?
Es ist ein schwerer Prozess, der ohne meine Freunde noch viel schwerer gewesen wäre. Ich hatte große Angst davor auszusprechen, dass ich schwul bin.

Wie lange hast du gebraucht, um dich zu outen?

Ich teile das Outing gerne in 3 Teile:
Das Outing vor sich selbst
Das Outing für sein Umfeld
Und das offene Outing/bzw. Der offene Umgang mit der Homosexualität.

Alles zusammen hat ca. 3 Jahre gebraucht. Am längsten war ich mit mir alleine beschäftigt, damit mich zu verstehen und mich kennen zu lernen. Als ich das für mich abgeschlossen hatte, wollte ich den Rest so schnell wie möglich hinter mich bringen.

Wie gingen die Leute mit dir um?

Zum großen Teil verständnisvoll und mit Respekt. Teilweise abweisend, aber auch neugierig und interessiert.

Hat sich dadurch viel für dich geändert? (negativ und positiv)

Positiv:
Ich fühle mich freier und angebundener. Es ist schwer mit einer Lüge leben zu müssen, daher war es für mich sehr wichtig mein Umfeld einzuweihen, damit sie mich 100% so kennen, wie ich bin.

Negativ:
Oftmals wird man auf seine Sexualität reduziert. Dann bin ich nicht mehr der kreative und aufgeschlossene Tommy, sondern „der Schwule"

Wie haben es deine Freunde und Familie aufgefasst?
Meine besten Freunde sind nach wie vor meine besten Freunde. Sie mögen mich ja aufgrund meiner Person und nicht wegen meiner Hautfarbe, Religion oder Sexualität.
Meine Familie wusste es schon länger als ich selbst und sie waren nicht überrascht, sondern erleichtert, dass ich es auch endlich bemerkt habe und dass ich es ihnen anvertraute.

...und wie gehen sie heute damit um?

Sie behandeln mich nicht anders als meine Geschwister. Manchmal kommt ein humorvoller Spruch über das Thema Homosexualität, aber das ist vollkommen in Ordnung, da ich sehr humorvoll und selbstironisch bin.

via instagram


Welche negativen und positiven Erfahrungen musstest du machen?

Positive Erfahrungen fallen mir keine ein, die mit meiner Sexualität zu tun haben. Klar freue ich mich, wenn jemand mich so akzeptiert wie ich bin, aber so etwas sollte selbstverständlich sein.


Negative Beispiele gibt es da mehr, aber keines davon hat mich hart getroffen. Das liegt vor allem daran, dass ich sehr selbstbewusst bin. Da sind zum einen Sprüche, die man an den Kopf geworfen bekommt. „Scheiß Schwuchtel" etc. - Vor allem im Internet werden solche Sprüche oft an mich gesendet, aber mein Motto lautet „wer mich nicht kennt, kann mich auch nicht verletzen" (verbal).
Die Aussage „Schwul!" oder „Bist du schwul oder so?" fasse ich nicht als Beleidigung auf, obwohl sie vom Verfasser so gemeint ist. „Schwul“ ist genauso wenig eine Beleidigung wie „Du hast braune Haare."
Einmal wurde mir im Kino gedroht, dass ich einen Tritt „kassiere" wenn ich nicht aufhöre meinen Freund zu küssen. Anstatt dies zur Anzeige zu bringen hab ich mich 5 Reihen weiter weg gesetzt und weitergemacht.

Hast du Unterschiede im Umgang mit Homosexualität gemerkt? (Abhängig von Land, Alter der Menschen,...)
Ich habe in meinem Freundeskreis die verschiedensten Leute: Heterosexuelle, Bisexuelle, Transsexuelle, Deutsche, Russen, Türken uvm. 
Mir ist aufgefallen, dass Menschen mit geringerem Bildungsgrad am meisten Probleme mit meiner Sexualität haben. Ich will damit nicht verallgemeinern, dass alle Hauptschüler oder Sonderschüler homophob sind, aber im Schnitt liegt dort der Großteil. Ich war auf einer kooperativen Gesamtschule und die Gymnasiasten hatten am wenigsten Probleme mit meiner Sexualität. Ich denke, dass die meisten die Homosexualität einfach nicht verstehen und sie deshalb hassen. Vielleicht liegt es auch an der Erziehung ich weiß es nicht. Wie gesagt, ich kenne auch Menschen mit Hauptschulabschluss, die heterosexuell und tolerant sind. 


Was sind die schlimmsten Vorurteile, Bemerkungen etc. die du bei diesem Thema kennst?

Mich stört es immer besonders, wenn Männer, oder Jungs denken, nur weil ich Schwul bin, müssten sie Angst haben, dass ich mit denen schlafen will, oder sie angrabe. Ich stehe auch auf einen bestimmten Typen von Mann und nicht auf jeden. Ich denke Männer haben Angst vor einem Mann, der sie genauso begafft, oder angräbt, wie sie es mit Frauen machen.
Dem ist aber nicht so. Für mich ist es so, wenn jemand heterosexuell, vergeben oder nicht interessiert ist, ist die Sache für mich gegessen und ich respektiere das.


Wie würdest du die Entwicklung im Umgang mit Homosexualität allgemein bewerten?

Es hat sich schon viel getan, aber es ist sicher noch Luft nach oben. Erst wenn es keinen Unterschied mehr macht welche Sexualität man hat, erst dann ist es so wie es sein soll.

Was macht unsere Gesellschaft noch falsch und welche Wünsche hättest du?
Ich will niemanden aufgrund seines Geschlechts oder seiner Sexualität ausgegrenzt sehen. 
Ich will gerne, dass Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle und Lesben heiraten dürfen und nicht anders behandelt werden, als ein heterosexuelles Paar.
Es ist quasi das gleiche wie damals: Frauen dürfen nicht wählen und nicht arbeiten.
Schwarze dürfen nicht dieselben Toiletten benutzen wie Weiße. Wir sind nicht mehr im Mittelalter. Wer gibt anderen das Recht, mir das Recht auf Gleichberechtigung zu nehmen?


Welchen Tipp kannst du homosexuellen Jugendlichen geben?

Du bist nicht alleine! Vertraue dich jemandem an, ob im Netz bei dafür vorgesehenen Seiten oder bei Freunden. Wichtig ist, dass du mit jemandem redest. Niemand hat das Recht dich aufgrund deiner Sexualität schlechter zu behandeln oder auszugrenzen. Niemand hat das Recht dir zu sagen, wen du lieben sollst. 
Wenn du dich bereit fühlst oute dich und steh zu dir. Niemand kann dir das Recht nehmen frei zu sein.
Dazu möchte ich gerne noch sagen, dass es kein bestimmtes Alter gibt, in dem man sich outen sollte. Mach es, wenn du dazu bereit bist. Ob mit 14, oder mit 45. Du bist ein wundervoller Mensch, egal zu welchem Geschlecht du dich hingezogen oder zugehörig fühlst! 


Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn auch ihr mir eure Meinungen und Ansichten dazu schreiben würdet, da mich das Thema und die Gleichberechtigung wirklich sehr beschäftigt.

Eure Tina