Dienstag, 28. Oktober 2014

Review | KIKO Ace Of Diamond Lipstick , 27 Refined Burgundy


Hallo meine Lieben,
vor zwei Wochen habe ich von PinkMelon den KIKO Ace Of Diamond Lipstick in der Farbe 27 Refined Burgundy zugeschicht bekommen. Schon als ich die Verpackung gesehen habe, habe ich mich direkt in ihn verliebt. Aber schaut euch einfach die Bilder an, bevor ich versuche alles zu beschreiben.



Preis: 7,90€ | 3g

„Halb-matter Lippenstift von intensiver Farbe. Durch die eingesetzte hochentwickelte Technologie ermöglicht die besonders cremige und flüssig gleitende Textur die Abgabe einer dünnen Farbschicht, die perfekt an den Lippen haftet und deren Weichheit erhält.
Die außergewöhnliche Farbreinheit, erreicht durch den hohen Prozentsatz der in der Formel enthaltenen Pigmente, ist ab dem ersten Auftragen sichtbar und unterstreicht die Sinnlichkeit der Lippen, indem sie sie ebnet und voll und glatt erscheinen lässt.“


Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei der Farbe um ein Dunkelrot mit einem kräftigen violetten Einschlag –Burgund eben.
Die Deckkraft ist sehr überzeugen. Dank der guten Pigmentierung reicht eine Schicht vollkommen aus. Trägt man den Lippenstift mit einem Pinsel auf, sollte man allerdings mehrmals drüber gehen.
Da der Lippenstift ziemlich rund geformt ist, muss man beim Auftrag etwas aufpassen. Mir ist es immer lieber, wenn sie spitz zulaufen, da man dann präziser arbeiten kann. Dennoch hatte ich keine größeren Probleme und meine recht rauen Herbstlippen wurden nicht extra hervorgehoben. Besonders gut finde ich, dass man nicht unbedingt einen Lipliner braucht. Falls man einen passenden hat, kann es nicht schaden, aber die Farbe läuft nicht aus.
Der Lippenstift hält etwa drei Stunden auf den Lippen. Beim Essen und Trinken verschwindet er und hinterlässt nur einen leichten Stain.



Fazit:
Ich finde die Farbe wunderschön und sie passt perfekt zum Herbst. Insgesamt gibt es noch fünf weitere Töne, so dass für jeden etwas dabei sein dürfte. Auch die Qualität konnte mich überzeugen und schön allein die Verpackung ist doch ein Kaufgrund.

Wie gefällt euch die Farbe?
Was sind eure Herbsttöne?


Eure Tina

Sonntag, 5. Oktober 2014

Essay | Was ist das mit der Schönheit?

Was ist Schönheit? Oberflächlich. Undefiniert. Nicht mal der Duden weiß eine Antwort. Gibt es überhaupt die absolute Schönheit?
Ein Essay über hässliche Menschen und Idealvorstellungen.

„Du bist hässlich“ – das ist beleidigend. Dennoch sagen es sich die Menschen selbst die ganze Zeit. Warum ist es unhöflich, ihnen zuzustimmen? Innere Werte zählen. Politisch korrekt. Aber wir wissen alle, dass es nicht stimmt.
Nur zwei Prozent der deutschen Frauen finden sich schön. Zwei Prozent. Vier Schulklassen – darunter ein Mädchen, was sich selbst akzeptiert. Die anderen meckern über dasselbe: Zu dick. Zu dünn. Zu groß. Zu klein. Oder alles auf einmal, aber an den falschen Stellen. Keine hätte gern einen schöneren Charakter. Dabei sind diese Mädchen nicht hässlich - lediglich in der falschen Zeit geboren.


Wirft man einen Blick in die Geschichte, sieht man, dass die Schönheitsideale einem ständigen Auf und Ab unterliegen.
Antike – dick sein erlaubt. Mittelalter – klein und zierlich. Renaissance – Recht auf weibliche Rundungen. Viktorianisches Zeitalter – Freiheit im Korsett eingeschnürt. 20er Jahre – Coco Chanel greift zur Schere, Befreiung durch Hosenanzug, Selbstbewusstsein.

Blöderweise sind Hosen jetzt mainstream, statt selbstbewusst und die Vorurteile des 17. Jahrhunderts prägen uns immer noch. Hässliche Menschen sind böse. Schönheit steht für einen perfekten Charakter.
Diese Stereotypen nutzt auch die Medienweltwelt. Figuren lassen sich besser verkörpern. Produkte besser vermarkten. Auch wichtig: Bearbeitungsprogramme und Make-up. Viel Make-up. Die Wirkung ist nicht zu unterschätzen. Dem ungeschulten Auge wird eine falsche Norm vermittelt. Wir treten unseren Mitmenschen mit zu hohen Erwartungen entgegen. Erst recht uns selbst.
Der Fotograf Martin Schoeller kämpft gegen diese Fehlwahrnehmung an. Er leuchtet Portraits berühmter Stars aus und vergrößert sie extrem. Aus dem schönen Model wird ein Mädchen mit Pickeln und fahler Haut. Das macht den Vergleich mit sich selbst direkt viel angenehmer.


Doch während wir uns mit Vergleichen und Messbarem beschäftigen – Kopfformen, Umfängen, Gleichungen, um die Idealform des Körperteils XY auszurechnen – vergessen wir einen wichtigen Aspekt. Einen Aspekt, der auch das fahle Pickelgesicht schön macht.
Ein Lächeln, ein Zwinkern, ihre positive Art. Die Gabe, sich nicht zwischen Norm und Individualismus entscheiden zu müssen. Gelassenheit, Ungezwungenheit – Natürlichkeit.

Die Natur ist die einzige Sache, die alle Menschen schön finden. Jede Kulisse hat ihre einzigartige Schönheit. Nicht umsonst heißt es:

„Eine Blume vergleicht sich nicht mit den anderen. Sie blüht einfach.“